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Das Area Composing

PHARUS

Ronald Gaube, Peter Hölscher und Dorothee Pilavas haben mit dem „Area Composing“ eine neue Kunstform entwickelt. Mit ihren Installationen schaffen die international vernetzten Künstler und Medienexperten eine neue Wahrnehmung von Bauwerken und Landschaften. Ihre digitalen Inszenierungen im öffentlichen Raum berühren, beeindrucken und bestechen.

Area Composing ist das audiovisuelle Portrait eines ungewöhnlichen Ortes, das sich ungewöhnliche Freiheiten nimmt. Bild- und Tonmaterial sammeln Fotograf Peter Hölscher, Komponist Ronald Gaube und Art Projektorin Dorothee Pilavas mit Kameras, Mikrofonen und allen Sinnen auf gemeinsamen Reisen zu außerordentlichen Arealen.

Ihren Reisen geht eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Ort/ Objekt voraus. Standort, Geschichte und Funktion entscheiden über die Auswahl und sind Grundlagen des Bild- und Klangkonzepts. Ästhetik und Präsenz des Ortes sind maßgeblich für die Inspiration wärend der Begehung eines Areals.

Die andere Realität

Fotograf Peter Hölscher erfasst die Motive mit seiner besonderen Aufnahmetechnik, ähnlich einer Kamerafahrt in ständiger Bewegung. So entsteht eine partielle Bewegungsunschärfe, die die Fotografie aus ihrer Abbildungstreue löst. Später fügt er die Fotos zu einer Abfolge langsam ineinander fließender Bilder zusammen – dem Liquid Image. Das geschieht mittels einer eigenen Software, die dafür sorgt, dass keine Einzelbilder wahrgenommen werden. Erkennbares und abstrakter Expressionismus lösen einander ab. Visuell komtemplativ bis überwältigend löst die bewegte Bildkomposition permanent Assoziationen aus, die die realistischen Einblicke in Frage stellen.

Unerhörtes hören

Komponist Ronald Gaube durchstreift das Areal mit empfindlichen Mikrofonen und Aufnahmegeräten, um möglichst überraschende Facetten ihres Klangs aufzuspüren. Diese mischt er im Studio mit kontextuellen Tondokumenten aus seinem Archiv, spielt analoge Improvisationen und digitale Kompositionen ein und arrangiert alles zu einem Soundtrack für das Liquid Image. Der Höreindruck kann zwischen kaskadenhaften Geräusch-Illusionen, neuromantischer Lautmalerei bis hin zu zyklopischem High Quality Lärm wechseln.

Sensationen

Vor Ort aufgenommen werden auch sämtliche Sinneseindrücke, die nicht auf Speicherchips landen;  sie werden sorgfältig in den Köpfen von Hölscher und Gaube abgelegt. Dort entwickeln sie sich weiter, um später in Labor und Studio großen Einfluss auf die Kompositionen zu nehmen. In allen Phasen arbeiten die Künstler eng zusammen, sodass sich Bild- und Klangkomposition gemeinsam entwickeln und am Ende zum Area Composing verbinden.

Architektur-Inszenierung

Das fertige Area Composing wird in Form einer Medieninstallation inszeniert. Dabei nutzen Hölscher und Gaube neueste audiovisuelle Techniken wie beispielsweise Architekturmapping und Raumklangprojektionen. Sie verstehen ihre Installationen als festen oder temporären Bestandteil von Architektur, Innenarchitektur und öffentlichem Raum.

Art Projektorin Dorothee Pilavas ist von Anfang an bei der Entstehung des Area Composing dabei. Gemeinsam erschließen sich die drei die ausgewählten Landschaften und Bauwerke, erarbeiten ihre Konzeptionen und sorgen für eine überzeugende Präsentation in der Öffentlichkeit.

Aktiv wahrnehmen

Bevorzugt kehren sie mit ihren Inszenierungen an die Orte des Entstehens zurück, um die dort lebenden Menschen an einer spannungsvollen Gegenüberstellung teilhaben zu lassen. Das Area Composing erneuert ihr Erleben des vermeintlich vertrauten Ortes. Die Flut von verwobenen Bild- und Klangebenen und fließend wechselnden Abstraktionen und Konkretisierungen löst eine Welle an Assoziationen und Emotionen aus. Das Publikum schöpft aus sich selbst und setzt Wahrgenommenes, Erinnertes und Interpretiertes zu seinem persönlichen Erlebnis zusammen. Es entsteht eine erneuerte, intensivere Verbindung zum porträtierten Ort.

 

Und so hat alles begonnen: Serra de Monchique ’87 …

 

PHARUS – das aktuelle Projekt der Area Composer

2018 feiert der Mariendom in Velbert-Neviges sein 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird die 4-teilige Medieninstallation „PHARUS“ den Dom von Architekt Gottfried Böhm mit Klängen, Bildern und Licht erfüllen.

PHARUS wird am 8., 10. und 11. November 2018 jeweils um 20 Uhr in Neviges uraufgeführt. Weitere Informationen